John Fisher

Wenn einer gesündigt hat, haben wir einen Fürsprecher beim Vater

Christus Jesus ist unser Hohepriester, sein kostbarer Leib unser Opfer, das er auf dem Altar des Kreuzes für das Heil aller Menschen dargebracht hat. Das Blut, das zu unserer Rettung vergossen wurde, war nicht das Blut von Böcken und Kälbern wie unter dem alten Gesetz, sondern das Blut des unschuldigsten Lammes Christi Jesu, unseres Retters.

Der Tempel, in dem unser Hohepriester sein Opfer darbrachte, war nicht von Menschenhänden gemacht, sondern allein durch Gottes Kraft erbaut. Denn er vergoss sein Blut im Angesicht der ganzen Welt, und dieser Tempel ist von Gottes Händen allein errichtet. Christus brachte zuerst hier auf Erden das Opfer dar, als er sich dem blutigen Tod unterwarf. Dann aber trat er, mit dem Gewand der Unsterblichkeit bekleidet, mit dem eigenen Blut in das Allerheiligste, das heißt in den Himmel, ein. Auch dort bot er sein unendlich kostbares Blut, das er für alle der Sünde verfallenen Menschen vergossen hatte, vor dem Thron des Vaters dar. Dieses Opfer ist Gott so willkommen und angenehm, dass er schon bei seinem Anblick sich unser sogleich erbarmte und allen wahrhaft Bußfertigen seine Milde erwies. Es ist ein ewiges Opfer.

(John Fisher - Zu Psalm 130)