Heiliger Hyacinth von Polen

Gedenktag am 17. August

Hyacinth, gegen Ende des 12. Jahrhunderts in Schlesien geboren, war Kanoniker in Krakau. Während eines Aufenthaltes in Rom lernte er den hl. Dominikus kennen und bat ihn um Aufnahme in den Orden. 1221 schickte Dominikus ihn zusammen mit Bruder Heinrich von Mähren nach Polen, um dort den Orden zu begründen. Auf dem Weg dorthin war er einige Monate in Friesach (Kärnten), um dem ersten Dominikanerkloster auf deutschem Boden über die Anfangsschwierigkeiten hinwegzuhelfen. 1225 sandte der erste Provinzial von Polen, Gerhard von Breslau, die Brüder von Krakau, wo 1222 eine Dominikanergemeinschaft entstanden war, in fünf Richtungen aus.

Hyacinth gründete die Konvente von Danzig und Kiew. Von 1229 bis 1233 weilte er in Kiew und verließ die Stadt, kurz bevor die Brüder durch den Fürsten Vladimir aus ihr vertrieben wurden. In den Zusammenhang seiner vielen Reisen durch Nord- und Osteuropa gehört die Legende von der wunderbaren Überquerung der Weichsel, die Hyacinth und zwei Gefährten auf ihren Mänteln gelang, als sie das Heiligste Sakrament und eine Statue der Jungfrau Maria bei sich trugen. Hyacinth starb am 15. August 1257 im Konvent zu Krakau. 1594 sprach ihn Papst Clemens VIII heilig.

Gebet: "Herr, unser Gott, du hast den heiligen Hyacinth mit der Gnade der Predigt beschenkt, um durch sein machtvolles Wort viele Völker zum Licht der Wahrheit zu führen. Vollende durch deine Kraft, was du in uns begonnen hast, damit alle Menschen dich loben und preisen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen."