Seliger Ceslaus von Polen

Gedenktag am 17. Juli

Ceslaus Odrowaz wurde um 1180 in Polen geboren. Sein Onkel, Erzbischof Ivo von Krakau, schickte ihn zum Studium der Theologie und der Rechtswissenschaften nach Italien und machte ihn nach seiner Rückkehr zum Kanonikus und Kustos an der Marienkirche in Sandomir. Als sich der Erzbischof nach Rom begab, nahm er Ceslaus als Begleiter mit sich. Dort hörte er vom hl. Dominikus und bat um die Aufnahme in den Orden. Dominikus selbst überreicht ihm das Ordensgewand. Nach seinem Noviziat bat er darum, zu den Heiden gehen zu dürfen, um ihnen das Licht des Glaubens zu bringen. Ceslaus reiste zuerst nach Prag, dann durchwanderte er Schlesien und verkündete überall die Wahrheit des Evangeliums. Er trug zu Gründung der Provinz Polen bei, vor allem durch die Errichtung eines Konvents in Breslau (1223). Als die Tataren in Polen und Schlesien einfielen, mußte er mit den treuen Christen nach Breslau fliehen. Dort starb er am 15. Juli 1242. Papst Clemens XI bestätigte 1712 seine Verehrung. Seine Reliquien befinden sich in einer Kapelle der Adalbertkirche zu Breslau. Diese Kapelle blieb im Zweiten Weltkrieg wunderbar vor der Zerstörung bewahrt.

Gebet: "Herr, unser Gott, du hast den seligen Ceslaus mit Eifer für das Heil der Menschen entflammt und ihn zur machtvollen Verkündigung des Evangeliums berufen. Gib, daß wir nach seinem Beispiel den Glauben durch vorbildliches Leben und überzeugende Predigt verbreiten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen."