Im Herzen der Hauptstadt

Die Gemeindschaft der Ordensbrüder

Das Kürzel „O.P.“ hinter dem Namen eines jeden Dominikaners weist hin auf das zentrale Selbstverständnis unseres Ordens: „Ordo Praedicatorum“ – Orden der Prediger! Das meint vor allem die Verkündigung des Evangeliums in jeglicher Form. Der Heilige Thomas von Aquin hat das Leben in einem Dominikanerkloster prägnant in dem Satz zusammengefasst: „contemplari et contemplata aliis tradere” (sich der Kontemplation widmen und die Frucht der Kontemplation weitergeben). Zwischen diesen beiden Polen spielt sich das Leben eines Predigerbruders ab. Dabei beinhaltet die Betrachtung zum einen das gemeinsame  und das persönliche Gebet, wie auch das permanente Studium. Die Weitergabe des Glaubens geschieht durch die seelsorglichen und wissenschaftlichen Tätigkeiten der Mitbrüder in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft von Berlin und darüber hinaus.

Die Augustinerregel

Als Predigerbrüder leben wir in Gemeinschaft auf der Grundlage der Augustinusregel und der Konstitutionen des Ordens. Die Verfassung des Ordens ist seit den Anfängen eine demokratische. So wird der Prior (Obere des Klosters) von den Mitbrüdern des Hauses gewählt. Jeder Mitbruder trägt Verantwortung für das Ganze.

Der tägliche Ablauf

Wir beten täglich in der Kirche um 8:00 Uhr die Laudes (Morgengebet) und um 18:00 Uhr die Vesper (Abendgebet). Die Sext (Mittagsgebet) beten wir in der Hauskapelle. An den Gebetszeiten in der Kirche nehmen auch Menschen von außen teil. Die Heilige Messe feiern wir täglich um 8.30 Uhr, sowie zusätzlich an Sonntagen um 10.00 Uhr (Familiengottesdienst), 11.30 Uhr (Hochamt) und 18:30 Uhr (Abendmesse). Die gemeinsamen Mahlzeiten sind ein wichtiges Element der Begegnung und des Austausches.

Zur Zeit leben und arbeiten im Dominikanerkonvent St. Paulus in Berlin-Moabit neun Mitbrüder.