Chorgebet

Coronavirus – Absage aller Gottesdienste, Veranstaltungen und Aktivitäten

An die Mitglieder der Räte, die Verantwortlichen der Gruppen, die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter und alle Gläubigen in der Pfarrei St. Elisabeth Berlin!

Liebe Schwestern und Brüder!

Mit dem heutigen Tag (17. März 2020) setze ich für die Pfarrei St. Elisabeth Berlin folgende Regelungen mit sofortiger Wirkung in Kraft:

  • Die öffentliche Feier aller Gottesdienste (Messe, Andachten, Kreuzweg etc.) in unseren Kirchen und Kapellen wird eingestellt. Die Kirchen sollen, wenn es die baulichen Gegebenheiten zulassen, für das persönliche Gebet geöffnet bleiben. Dabei ist darauf zu achten, dass der Abstand untereinander eingehalten wird!
  • Alle Treffen und Aktivitäten der Gruppen, Arbeitskreise und Vereine, die Treffen von Arbeitsgruppen der Räte, die Vorbereitung auf den Empfang der Erstkommunion und der Firmung sowie die kulturellen Aktivitäten (zumal der muttersprachlichen Gemeinden) entfallen.
  • Die Räumlichkeiten unserer Pfarrei (Pfarrsäle etc.) können nicht genutzt werden.

Dies sind einschneidende Maßnahmen für unser Glaubens- und Gemeindeleben, in allen unseren liturgischen, katechetischen und caritativen Grundvollzügen, die keinem leichtfallen.

Die Seelsorge bleibt so weit wie möglich natürlich aufrechterhalten. Alle hauptamtlichen Mitarbeiter sowie das Zentralbüro sind wie üblich telefonisch und per Email zu erreichen. Auch ist die Pforte des Dominikanerklosters besetzt (030-3989870 und ). Wir sind für Sie da!

Nun können wir nicht mehr gemeinsam beten und Gottesdienste feiern. Wir Dominikaner von Sankt Paulus werden an jedem Tag zu den üblichen Zeiten für Sie alle stellvertretend in unserer Hauskapelle das Chorgebet (8.00 Uhr und 18.00 Uhr) halten und die Heilige Messe (8.30 Uhr) feiern. Auch wenn wir räumlich getrennt sind, so lade ich Sie ein, sich zu den angegebenen Zeiten – natürlich auch zu einem anderen Zeitpunkt – mit uns geistlich zu verbinden, indem Sie die Texte der Messe und des Stundengebetes beten und betrachten. Diese finden Sie in den liturgischen Büchern (Schott etc.) und auch unter www.erzabtei-beuron.de/schott.

Mögen all diese Maßnahmen zur Eindämmung der Virus-Pandemie beitragen! Beten wir besonders für die Kranken, die Ärzte und das Pflegepersonal, für die Wissenschaftler und Forscher. Beten wir füreinander!

Sie alle segne und behüte auf die Fürsprache der hl. Elisabeth und all unserer Kirchenpatrone der allmächtige und barmherzige Gott!

P. Michael

Pfarrer von St. Elisabeth


Laudes und Vesper

Das Beten der Psalmen ist ein Brauch, den die Kirche aus dem Judentum übernommen hat. Mehrmals am Tag versammelte sich das Volk Israel, um das Wort Gottes zu hören und die Psalmen zu singen. Auch das Gebet Jesu ist davon geprägt. Am Kreuz ruft der sterbende Herr aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ und „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.“ – beides Verse aus den Psalmen.

Die frühen Christengemeinden übernahmen in Ansätzen die jüdische Gottesdienstordnung, so eben auch das Psalmengebet. Nach jüdischer Tradition wurden diese zu den verschiedenen Stunden des Tages gebetet – eine Sitte, die die Jünger Jesu beibehalten haben. So versuchte man der Mahnung des Apostels Paulus, ohne Unterlass zu beten, zu entsprechen.

Der hl. Benedikt hat in seiner Ordensregel eine Ordnung für das Stundengebet eingeführt, die für die gesamte westliche Kirche verbindlich werden sollte. Er definiert das Beten im Chor als die wichtigste Aufgabe des Mönches, eine göttliche Aufgabe – officium divinum.

Im Laufe der Zeit wurde das Beten der Psalmen zu einer Verpflichtung für die Mönche und die Kleriker. Auch gab es Versuche, das Stundengebet unter den Laien zu verbreiten, aber ohne nennenswerten Erfolg. Das II. Vatikanische Konzil brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die liturgia horarum – Stundenliturgie zum Gebet des gesamten Gottesvolkes werden sollte. Durch die Möglichkeit, dies in der Volkssprache zu tun und durch eine Vereinfachung der liturgischen Bücher wollte man es allen ermöglichen, allein oder in Gemeinschaft, teilzunehmen an diesem offiziellen Gebet der Kirche, „das Christus vereint mit seinem Leibe an seinen Vater richtet“ (Sacrosanctum concilium 84).

In St. Paulus besteht die Möglichkeit, am Chorgebet teilzunehmen.
Laudes: täglich 08:00 Uhr
Vesper: Sonntag bis Freitag 18:00 Uhr

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